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18.09.2021

Lesezeit: etwa 4 Minuten

Der neue DAX – Ein Abbild wirtschaftlicher Fehlentwicklung?


Axel Michaelis

Ab 20. September werden zu den bisher 30 größten deutschen Unternehmen des Deutschen Aktienindexes (DAX) zehn weitere hinzugefügt. Mit dieser Maßnahme solle, so die Begründung, die aktuelle Unternehmenslandschaft in Deutschland ausgewogener abgebildet werden. Nun hat sich die Ausrichtung und Gewichtung der deutschen Wirtschaft in den vergangenen Jahrzehnten tatsächlich verändert, ob zum Besseren oder Schlechteren, sei einmal dahingestellt. Bereits um die Jahrtausendwende gab es die Tendenz, die sogenannte „old economy“ als Auslaufmodell zu belächeln, es wurde von einer Dienstleistungsgesellschaft fabuliert, in der sich möglichst viele Menschen selbst verwirklichen können, weil sie nicht morgens um sechs am Fließband oder in der Werkhalle stehen müssen. Damals begann es, Firmen als moderne Zukunftsmodelle zu deklarieren, die in ihrem Namen die Silbe „tech“ führten. Wohin dies führte, ist bekannt: Zum Platzen der „new economy“- Blase mit Milliardenverlusten. 

Durch Verluste zum DAX-Unternehmen

Fast 20 Jahre später platzte nicht nur eine Blase, sondern auch DER Stern am deutschen Aktienhimmel: Mit Wirecard versank ein DAX-Unternehmen, dessen Geschäftsmodell es – hart ausgedrückt - war, andere Finanzdienstleister als Idioten zu etikettieren, weil man ja selber Milliardengewinne einfuhr. Auch diesbezüglich ist das Ende bekannt: Ein gigantischer Betrug flog auf und besiegelte das Ende von Wircard als DAX-Unternehmen. Die unrühmliche Rolle des Bundesfinanzministeriums und diverser Aufsichtsbehörden unter dem Bundesfinanzminister und SPD-Kanzlerkandidat Scholz harrt noch der Aufklärung. Anstatt aus dem Schaden klug zu werden, durfte dann für Wirecard mit Delivery Hero ein Unternehmen nachrücken, dessen Solidität, Seriosität und Geschäftsgebaren zumindest fragwürdig sind. - Die Geschäftszahlen von Delivery Hero „beeindrucken“:

Jahr        Umsatz       Verlust      Mitarbeiter
               Mio. Euro   Mio. Euro
2013       42               - 26            547
2016       297             - 107          6848
2019       1238           - 431          22515
2020       2470          - 1400         29552
2021       2680           - 918          35528 (erstes Halbjahr)

Konsequenz einer Zombiewirtschaft

Ein Unternehmen, welches Zeit seines Bestehens immer weiter steigende Verluste einfährt (im ersten Halbjahr 2021 fast eine Milliarde Euro), ohne mit der Wimper zu zucken im DAX zu platzieren und deren Chef Niklas Östberg dadurch ein Jahresgehalt von 45,7 Millionen Euro zu ermöglichen, ist die letzte Konsequenz einer Zombiewirtschaft, die nur durch die Nullzinspolitik der EZB funktionieren kann. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann das Geschäftsmodell des Essenslieferanten nicht mehr funktioniert. Einfach ausgedrückt: Leute, die Lastenfahrräder fahren, sich mit Teilzeitjobs, Praktika und Mindestlöhnen durchschlagen müssen, dabei gleichzeitig hohe Mieten und Energiepreise zahlen müssen, werden irgendwann kein Geld mehr haben, sich überteuertes Essen von Fahrradkurieren liefern lassen zu können.

Welche Unternehmen werden nun künftig zusätzlich in den DAX aufgenommen?
Da ist das Luftfahrtunternehmen Airbus und der traditionsreiche Aromen- und Duftstoffhersteller Symrise aus Niedersachsen. Mit dem fränkischen Sportartikelhersteller PUMA ist ein Unternehmen im DAX vertreten, dessen Wertschöpfung (wie beim Konkurrenten ADIDAS) hauptsächlich im Billigausland stattfindet.
Mit dem Online-Modehändler Zalando und dem Kochboxenlieferanten HelloFresh finden sich zwei Unternehmen im DAX, die auf die Bequemlichkeit und den Hedonismus ihrer Kunden setzen – auch hier ein ungewisses Geschäftsmodell für die Zukunft, zumindest auch ohne echte Wertschöpfung im Land.

Bedenken für die Zukunft

Beim Chemikalienhändler Brenntag handelt es sich um ein alteingesessenes deutsches Unternehmen und bei der Porsche Holding um die Firma der Autobauerfamilien Porsche und Piech, alter deutscher „Autoadel“ sozusagen. Die restlichen drei Unternehmen sind das Biotechnologie- und Diagnostikunternehmen QIAGEN, der Pharma- und Laborzulieferer Satorius und der Medizintechnikkonzern Siemens Healthineers. Sicherlich allesamt erstklassige Unternehmen, doch zeigt der Querschnitt der neuen DAX-Unternehmen, daß es sich bei einem Drittel um Onlineprojekte handelt, deren Stabilität in einer instabilen Zeit sehr ungewiß ist. Ein Drittel sind Unternehmen, die in der Gesundheitsbranche aktiv sind und somit in der Alterung und den Krankheiten der Bevölkerung ihr Geschäftsmodell sieht. Fazit: Wenn der DAX die Innovations- und Leistungsfähigkeit der deutschen Wirtschaft abbilden soll, darf man für die Zukunft zweifellos Bedenken anmelden, ob Wohlstand und internationale Konkurrenzfähigkeit für Deutschland erhalten werden können. Es darf nämlich durchaus bezweifelt werden, ob Unternehmen, die auf Konsum und Staats- bzw. Gemeinschaftsleistungen setzen, sich dauerhaft am Markt werden behaupten können.

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